Fachtag Digitale Gewalt am 02.07.2026
„Digitale Gewalt – erkennen – einordnen – handeln“

Die FrauenHilfe Freudenstadt e.V. und der WEISSE RING e.V. luden zum Fachtag: "Digitale Gewalt - erkennen - einordnen – handeln“ ein.
Vertreter*innen von Beratungsstellen, Polizei, Schulen, Ämtern und Behörden waren der Einladung sehr zahlreich gefolgt.
Oberbürgermeister Adrian Sonder betonte in seinem Grußwort die Herausforderung dieses Themas : „Digitale Gewalt ist kein Randphänomen, sie ist eine Realität in der Mitte der Gesellschaft. Wir müssen uns gesamtgesellschaftlich noch mehr dem Thema widmen und vor allem auch die Prävention in den Blick nehmen.“
Er dankte der FrauenHilfe und dem WEISSEN RING für das herausragende Engagement in diesem Bereich!
Den Impulsvortrag „Geschlechtsspezifische Gewalt in Zeiten der Digitalisierung“ mit anschließender Fragerunde hielt Michaela Burkard vom Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff).
Anschaulich stellte sie dar, welch riesige Ausmaße dieses Phänomen inzwischen angenommen hat.
Cyberstalking, Verleumdung im Internet, an der Arbeitsstelle, im sozialen Umfeld, Verschicken von gefälschten Bildern und Videos, Nachverfolgung, jede Art von Überwachung, Ausspionieren und Abfangen von Daten und vieles mehr. Die technischen Möglichkeiten werden immer vielfältiger und einfacher zu bedienen.
Burkard betonte, die Auswirkungen und Folgen digitaler Gewalt seien mindestens genauso gravierend wie von physischer Gewalt. Dazu kommt, dass diskriminierende Bilder im Netz meist nicht mehr verschwinden.
Sehr eindrücklich erläuterte Saskia Esken, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses „Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend“, dass Deutschland beim Kampf gegen sexualisierte Gewalt noch viel zu tun habe. Nach dem Vorbild der spanischen Strategie gegen sexualisierte Gewalt sollten wirksame Strukturen für die Prävention, den Schutz und die Hilfe bei Gewalt gegen Frauen aufgebaut werden. Das umfasse Schwerpunkt-Gerichte und Staatsanwaltschaften ebenso wie eine digitale Steuerung der Zusammenarbeit aller Behörden. „Wenn eine Frau in Spanien eine Gewalttat anzeigt, dann unterliegt es nicht dem Zufall, ob sie ernstgenommen wird. In den letzten 20 Jahren wurde eine Kultur verändert. Genau das brauchen wir auch“ verdeutlichte Esken.
Im zweiten Impulsvortrag bearbeiteten Günther Bubenitschek und Jochen Link vom WEISSEN RING das Thema „Digitale Gewalt: Prävention – Intervention – Hilfe für Betroffene“. Auch sie betonten, dass die Folgen digitaler Gewalt „mitunter tief in das Leben der Opfer eingreifen“.
Die Referenten führten aus, dass die Mitarbeitenden des WEISSEN RINGS immer für Betroffene ansprechbar sind – als Lotse im Verfahren. Sie geben nicht nur Tipps, sondern helfen ganz konkret z.B. durch die Vermittlung im Netzwerk. Auch Begleitungen zu Vernehmungen bei der Polizei oder der Justiz sind konkrete Möglichkeiten der Hilfe. So gibt es im Bedarfsfall ganz unbürokratisch einen Scheck für eine Erstberatung in einem Rechtsanwalt.
Den zweiten Teil am Nachmittag bildeten zwei Workshops: “Bildbasierte Gewalt – erkennen und handeln“ sowie „Digitale Gewalt – Prävention – Intervention – Hilfe für Betroffene“.
Mit einem gemeinsamen Rückblick endete der sehr gut organisierte Fachtag. Die Teilnehmenden äußerten sich durchweg positiv und dankbar. Ein großer Dank galt auch den Verantwortlichen des Ringhofs und dem Helpfest Schapbach e.V., das durch seine Spende einen Teil der Kosten übernahm.
Bild: FrauenHilfe Freudenstadt

Blumenaktion am Marktplatz in Freudenstadt am 26.06.2026
Blumen statt Gewalt
Die FrauenHilfe Freudenstadt e.V. hat auf dem Wochenmarkt in Freudenstadt auf eindrucksvolle Weise auf ihre Arbeit aufmerksam gemacht.
177 Blumen für 177 Frauen, die im Jahr 2025 bei der FrauenHilfe in Beratung waren. Die aufgestellten Blumen waren dabei ganz unterschiedlich und bunt, genauso wie die Frauen, die Unterstützung suchten.
Das Blumenmeer sorgte dafür, dass viele der Marktbesuchenden interessiert an den Stand der FrauenHilfe kamen. Sie freuten sich über den Anblick der farbenfrohen Blumen, waren jedoch schockiert, als ihnen klar wurde, dass jede Blume stellvertretend für eine von Gewalt betroffene Frau steht. „Da friert’s mich grad. Das ist ja entsetzlich“, sagte eine Besucherin. „Und das ist ja nur die Zahl derer, die den Mut hatten, sich Hilfe zu suchen! Wie viele mögen es sonst noch sein!“
Es entwickelten sich anregende und teilweise berührende Gespräche, in denen immer wieder betont wurde, wie schwierig es ist, sich ohne Hilfe aus einer Gewaltbeziehung zu lösen. Eine Frau brachte es auf den Punkt: „Welch ein Segen, dass es diese Beratungsstelle gibt!“


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Fortbildung für Hebammen
Hebammen sind oft die ersten und engsten Vertrauenspersonen für Schwangere und junge Mütter. Um diese Schlüsselrolle im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu stärken, luden die FrauenHilfe Freudenstadt e.V. und die lokale Hebammenvertretung zu einer Fortbildungsveranstaltung ins Café Pause in Freudenstadt ein. Unter dem Leitmotiv „Erkennen – Einordnen – Informiert Handeln“ vertieften die Fachkräfte ihr Wissen über die Unterstützung gewaltbetroffener Frauen und deren Kinder. Die Referentinnen Susanne Brückner und Annika Klink führten die Teilnehmerinnen durch ein breites Themenspektrum, das von rechtlichen Grundlagen bis hin zur Dynamik in Gewaltbeziehungen reichte. Ein besonderer Fokus lag auf der Partnerschaftsgewalt und auf dem Umgang mit weiblicher Genitalverstümmelung. Beide Themen wurden während des Vortrags auch anhand von Fallbeispielen aus der Berufspraxis der Hebammen beleuchtet. In der sensiblen Phase der Familienbildung ist es entscheidend, Warnsignale frühzeitig zu deuten. Die Hebammen diskutierten daher intensiv, wie das Thema Gewalt sensibel und wertfrei im Betreuungsgespräch angesprochen werden kann und informierten sich, an welche spezialisierten Dienste und Einrichtungen sich Hebammen wenden können, wenn es um mögliche Schutzmaßnahmen und eine kompetente Weitervermittlung von Betroffenen geht. „Gewalt gegen Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung. Sie kommt in allen Bereichen unserer Gesellschaft vor“, so die FrauenHilfe. Die aktuelle Datenlage verdeutlicht die Dringlichkeit: Im Jahr 2025 suchten 177 von Gewalt betroffene Frauen Beratung und Unterstützung bei der FrauenHilfe. Die Zahlen steigen bundesweit seit Jahren an, wobei das Dunkelfeld, wie jüngste Studien zeigen, enorm ist. Durch die Fortbildung wurde die Vernetzung zwischen den freiberuflichen Hebammen, den Kliniken und der Fachberatungsstelle vertieft. Gemeinsames Ziel ist, betroffenen Frauen im Landkreis Freudenstadt schnell, diskret und kompetent Hilfe anzubieten.
Foto: FrauenHilfe Freudenstadt e.V.

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Bilderreise mit Ulrike Klumpp und Gaby Frey nach Mauretanien
Gaby Frey von den Helfenden Nagold und die Fotografin Ulrike Klumpp aus Baiersbronn-Tonbach hatten die drei Frauenvereine Frauen in den Kreistag, FrauenHilfe und FrauenNetzwerk zu einem Infonachmittag ins Studio Klumpp eingeladen, um die Bilder von der Novemberreise nach Mauretanien zu präsentieren. Hauptaugenmerk lag auf Frauenprojekten, die die Helfende Hände Nagold in Mauretanien, einem Land dreimal so groß wie Deutschland, aber größten Teils Wüstengebiet, in der Islamischen Republik realisiert haben. Etwa 40% der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind geprägt von einer hohen Arbeitslosigkeit, insbesondere unter Jugendlichen, und einer Abhängigkeit von Landwirtschaft und Fischerei. Viele Frauen leben alleine mit ihren Kindern und müssen die Familie ohne Hilfe des Mannes durchbringen.
Die Helfende Hände Nagold unterstützen viele dieser Frauen mit unterschiedlichen Projekten, zum Beispiel mit einem Starterpaket bestehend aus Kochgelegenheit, Töpfen und Lebensmitteln für den Straßenverkauf von Couscous und Getreidebrei in Kooperation mit einem Frauenselbsthilfeverein in der Hauptstadt Nouakchott, der auch für einen passenden Standplatz und das Coaching sorgt. Inzwischen können 27 Frauen ihre Familien aus eigener Kraft ernähren. Auch gespendete Nähmaschinen helfen Männern und Frauen, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Ein großes Projekt war in 2025 die Anschaffung einer Kältekammer in der Stadt Atar, die es den dortigen Fischhändlerinnen erlaubt nun größere Mengen Fisch zu kaufen, diese fachgerecht gekühlt einzulagern und so eine größere Handelsspanne beim Verkauf zu erzielen. Dieses Projekt wird von der Stadt Atar und einem Selbsthilfeverein vor Ort betreut. Die Helfenden Hände Nagold fördern nicht nur Verdienstmöglichkeiten, sondern richten auch Gesundheitsstationen und Schulen für Straßen- und Flüchtlingskinder ein. Neben Unterricht bekommen die Kinder in diesen Schulen auch einmal eine Mahlzeit, um den schlimmsten Hunger zu stillen.
Gaby Frey erzählte sehr lebendig von ihrer ehrenamtlichen Arbeit und der ihres Mannes in Afrika, umrahmt von den eindrücklichen Fotos von Ulrike Klumpp, Porträts, Landschaftsaufnahmen und Eindrücken aus den Städten Nouakchott und Atar. Seit 22 Jahren engagieren sich die Helfende Hände Nagold in Mauretanien, ausschließlich finanziert durch Spenden und denken noch lange nicht ans Aufhören. www.helfende-haende.cw-net.de
Bildunterschrift: Fotografin Ulrike Klumpp (links) freut sich zusammen mit Gaby Frey (vierte von rechts) von den Helfenden Händen Nagold über den Besuch und das Interesse der Frauenvereine Frauen in den Kreistag, FrauenHilfe und FrauenNetzwerk.
Foto: Frauen in den Kreistag e.V.
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Besuch von Oberbürgermeister Sonder in den Räumlichkeiten der FrauenHilfe am 17.03.26
„Unsere Gesellschaft darf das Problem nicht stillschweigend hinnehmen. Daher sehe ich es als Verpflichtung an, die Debatte über den besseren Schutz von Frauen in die Mitte der Gesellschaft zu rücken“, so OB Sonder beim Besuch in der Beratungsstelle der FrauenHilfe in Freudenstadt.
Gewalt tritt vielfältig auf, sie kann körperlicher, psychischer oder sexueller Natur sein. Dabei handelt es sich um ein breites gesellschaftliches Phänomen. Die Zahlen dazu sind ernüchternd und decken sich mit den Erfahrungen der FrauenHilfe Freudenstadt. Im vergangenen Jahr nutzten 177 Frauen aus dem Landkreis im Alter zwischen 16 und 82 Jahren das Unterstützungsangebot – das entspricht einem Anstieg von fünf Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. „Die Fallzahlen steigen, und zugleich werden die Situationen zunehmend komplexer“, erklärt Sillmann, ehemalige Kriminalpolizistin.
Mit einer Vollzeitstelle in der Beratung, einer weiteren Stelle mit 42,5 Prozent für die Büroorganisation sowie rund 15 ehrenamtlich engagierten Mitgliedern – überwiegend Frauen – arbeitet der Verein bereits am Limit seiner Kapazitäten. Von den jährlichen Ausgaben in Höhe von etwa 110.000 Euro für Personal und Räumlichkeiten werden rund zwei Drittel durch Zuschüsse von Land, Landkreis und Stadt finanziert. Den verbleibenden Anteil muss der Verein über Spenden aufbringen. „Wir sind dringend auf zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen angewiesen“, betont Susanne Brückner.
Ein großer Hoffnungsträger ist das im vergangenen Jahr vom Bundestag beschlossene Gewalthilfegesetz. Es sichert bundesweit einen Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, sowie für ihre Kinder. Das Land Baden-Württemberg hat zugesagt, diesen Anspruch bis 2032 im Rahmen eines Aktionsplans flächendeckend umzusetzen. Dadurch könnten die Angebote der Frauenhilfe künftig stärker finanziell unterstützt werden.
Adrian Sonder kündigte an, die Frauenhilfe dabei zu unterstützen: „Das Land hat in den vergangenen Jahren beim Schutz von Frauen gegen Gewalt schon einiges auf den Weg gebracht. Jetzt geht es darum, dass die neue Landesregierung mit großer Konsequenz das Thema weiterverfolgt. Das wäre meine große Bitte an die Verantwortlichen in Stuttgart.“
Bildbeschreibung:
Oberbürgermeister Adrian Sonder mit den Vorständinnen der FrauenHilfe Freudenstadt (von links) Martina Sillmann, Ulrike Schweizer und Susanne Brückner. Foto: Rath/Stadtverwaltung
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Filmabend WOMAN - eine Hommage an die Frauen
Im Rahmen des Weltfrauentags haben die beiden Freudenstädter Vereine Frauen in den Kreistag und FrauenHilfe Freudenstadt in Zusammenarbeit mit dem Subiaco Kino am 12. März zu Kino & Begegnung eingeladen. Bei Getränken und Häppchen im Kinofoyer begrüßte Susanne Brückner, Vorstandsfrau in beiden Vereinen, die anwesenden Gäste und führte in den Abend ein, indem sie die Vereine und deren Zielsetzungen in Kürze vorstellte.
Anschließend ging sie auf die 115-jährige Geschichte des Weltfrauentags ein. Viele der einstigen Forderungen sind demnach noch immer nicht erfüllt, wie bspw. die Forderung nach sexueller und reproduktiver Rechte und Selbstbestimmung, die gleichberechtigte politische Repräsentation und Teilhabe von Frauen, die Entgeltgleichheit und eine faire Verteilung von Sorgearbeit in den Familien und ein Leben frei von Gewalt.
Anke Menze, Lehrerin an der Luise Büchner Schule, hatte Arbeiten von Schülerinnen aus einem laufenden Kunstprojekt mitgebracht. Gezeigt wurde ein breites Spektrum an Frauenbildern und "Frauenthemen". Im Anschluss ging es in den Kinosaal, wo der Film WOMAN gezeigt wurde.
"Das war ein wunderbarer und stimmiger Abend mit ineinandergreifenden Elementen aus Film, Kunst und Begegnung und vielen interessierten Gästen. Das wertschätzende Feedback, das wir dafür bekommen haben, freut uns ganz besonders", so die Veranstalterinnen.
© Fotos privat
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Gelungene Veranstaltung am
internationalen Frauentag
Einen "Blick hinter die Kulissen" konnten Gäste der Frauentagsveranstaltung des FrauenNetzwerks Region Freudenstadt e.V. und der FrauenHilfe Freudenstadt e.V. am 8. März werfen. Anke Menze, Lehrerin an der Luise Büchner Schule hatte Arbeiten von Schülerinnen aus einem laufenden Kunstprojekt mitgebracht. Gezeigt wurden Frauenbilder in leuchtenden, hellen Farben. In einem anderen Bereich waren Arbeiten zum Thema digitale Gewalt zu sehen, mit dem sich die beteiligten Schüler*innen zuvor künstlerisch auseinandergesetzt hatten. "Ich freue mich sehr über diese wertvolle und besondere kleine Ausstellung, die meinen Vortrag zur Wirksamkeit internationaler Abkommen am Beispiel der Istanbul-Konvention ideal umrahmt", so Referentin und Vorstandsfrau des Vereins FrauenHilfe Freudenstadt, Susanne Brückner. Die Veranstaltung endete in einem lebhaften Austausch über die Umsetzung des Istanbul-Konvention und diesbezüglicher Möglichkeiten und Erfordernisse im Kreis Freudenstadt.
© Fotos: Angela Wosylus
Landtagskandidatin der SPD stellt sich Frauenvereinen vor
Bettina Ahrens-Diez, die Kandidatin der SPD für den Wahlkreis Freudenstadt zur Landtagswahl 2025, traf sich mit den Vorstandsfrauen und Mitgliedern der Freudenstädter Frauenvereine FrauenHilfe, Frauen in den Kreistag und FrauenNetzwerk zu einem Gespräch.
Begleitet von Melanie Nagel und Saskia Esken stellt sich die promovierte Politologin und Stadträtin in Rottenburg den Fragen der Frauen. Die angesprochenen Themen wie Probleme beim Breitbandausbau, die Umsetzung der Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen, den neuen Hebammenvertrag, Kinderbetreuung und Bildungs-, Wohn- und Arbeitspolitik sowie Bürokratieabbau nahm Ahrens-Diez zum Anlass, das Wahlprogramm der SPD vorzustellen.
So sieht sie zum Beispiel das jetzige Bildungssystem in Baden-Württemberg als zu feingliedrig und ist für eine beitragsfreie Kinderbetreuung. Ihrer Aussage nach sind aktuell 41% der erwerbsfähigen Frauen berufstätig, folglich würden mehr Frauen in die Erwerbstätigkeit gehen, wenn sie ihre Kinder kostenlos betreuen lassen könnten.
Zu den angesprochenen Schutzräumen für Frauen, die Gewalt von Männern erleben, hat die SPD die klare Haltung, dass sie flächendeckend notwendig sind. Auf die Frage nach der Förderung der Frauenhäuser und welche Möglichkeiten es gebe, im Landtag Einfluss darauf zu nehmen, verwies sie auf Anträge der SPD-Fraktion dazu, die aber keine Mehrheit gefunden hätten. „Unsere Haltung ist klar. Ergebnisse in dieser Richtung hängen aber von der Wahl am 8. März 2026 ab, wir brauchen eine Mehrheit dafür“, sagt Ahrens-Diez.
Ebenso hat das Thema Wohnraum einen hohen Stellenwert für sie. Es müsse stärker in geförderten Wohnungsbau investiert werden, um die hohen Mieten zu senken. Laut ihr kann man es sich nicht aussuchen „nicht zu wohnen – das ist Menschenrecht“.
Überhaupt sei dieser Wahltermin ein Aufruf an alle Frauen, wählen zu gehen und auch Frauen zu wählen, wird doch am 8. März der internationale Frauentag begangen.
Ihrer Meinung nach ist Vernetzung unglaublich wichtig, wie sie bei ihrer kommunalpolitischen Tätigkeit in Rottenburg sehe. Studien zeigten klar, dass die Ergebnisse besser werden, wen Teams vielfältig sind und auch Frauen in (politischen) Gremien vertreten sind.
http://www.bettina-ahrens-diez.de/

Die drei SPD-Frauen Bettina Ahrens-Diez, Melanie Nagel und Saskia Esken (v.l.) stellen sich den Fragen der Frauen der Frauenvereine in Freudenstadt.
Foto: Roland Esken
Podiumsgespräch - Wählen. Wen? Warum?
Am 05. Februar 2026 veranstaltete das Frauennetzwerk Region Freudenstadt, die Frauenhilfe Freudenstadt und die Initiative "Frauen in den Kreistag" ein Podiumsgespräch zur Landtagswahl am 08. März 2026. Veranstaltungsort war das Keplergymnasium Freudenstadt. Etwa 350 Interessierte verfolgten die Gesprächsrunde.
Den Landtagskandidat:innen wurden in einem zweistündigen Gespäch Fragen bezüglich den Themen Frauen- und Gleichstellungspolitik, sowie junger Menschen gestellt. Durch den Abend moderierte Annette Maria Rieger gemeinsam mit ihrer Co-Moderatorin Laura Korn.
Kampagnen und Veranstaltungen der FrauenHilfe

169 Blumen symbolisieren die 169 Frauen, die im Jahr 2024 Hilfe gesucht haben bei der FrauenHilfe.

Diese Aktion wird 2026 wiederholt.
Mit Blumen gegen Gewalt
Blumenaktion in Freudenstadt und Horb
Mit einem Blumenmeer hat die FrauenHilfe auf den Wochenmärkten in Freudenstadt und in Horb auf ihre Arbeit aufmerksam gemacht.
166 Blumen wurden aufgestellt - eine für jede Frau, die im Jahr 2022 bei der FrauenHilfe in Beratung war. Die aufgestellten Blumen waren dabei ganz unterschiedlich und bunt, genauso wie die Frauen, die bei der FrauenHilfe Unterstützung suchten.
Das Blumenmeer sorgte dafür, dass viele der Marktbesuchenden interessiert an die Stände der FrauenHilfe kamen. Sie informierten sich über die Arbeit und konnten bunte Postkarten mit der Aufschrift „Zeit, aufzublühen“ und „Wünsch dir was“, sowie Informationsmaterial mitnehmen. Viele freuten sich über den Anblick der farbenfrohen Blumen, waren dann jedoch geschockt, als ihnen klar wurde, dass jede Blume stellvertretend für eine von Gewalt betroffene Frau steht. Ein Bild, das in den Köpfen bleibt.
Unterstützt wurde die Aktion von der Volksbank Freudenstadt.

Orangene Bank
Orange gestrichene Bänke mit den Daten der FrauenHilfe und dem Aufdruck „Keine Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ findet man inzwischen an vielen Stellen im Landkreis Freudenstadt. Sie sollen auf das Thema aufmerksam machen, es aus der Tabu-Zone holen und Betroffenen die Kontaktdaten der Beratungsstelle auf unkomplizierte und unauffällige Art vermitteln.

Horb

Pfalzgrafenweiler

Freudenstadt

Musbach

Baiersbronn

Dornstetten
Eine aufmerksame Nachbarschaft ist die beste Prävention

Social Media-Aktion „Hast du das auch gehört?“
„Hast du das auch gehört?“ fragen sich Nachbarn manchmal, wenn aus einer Wohnung mal wieder Gebrüll, Streiten, Weinen und ja, auch Poltern ertönt. Eigentlich ist jedem klar, dass sich da Dinge abspielen, die so nicht in Ordnung sind. Die Gewalt ist unüberhörbar. „Aber geht das uns als Nachbarn etwas an? Ist das nicht Familiensache?“
Unterstützt von der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Silke Finkbeiner, hat die FrauenHilfe Freudenstadt zum Weltfrauentag am 8. März eine Kampagne gestartet: „Hast du das auch gehört? – Eine aufmerksame Nachbarschaft ist die beste Prävention“.
Damit wollte die Frauenhilfe darauf hinweisen, dass es sehr wohl jeden etwas angeht, wenn Menschen Gewalt erfahren. Sie wollte aufzeigen, wie wichtig es ist, dass Nachbarn, Freunde und Verwandte nicht weghören und wegsehen. Oftmals ist die Situation der betroffenen Frauen und Familien sehr schwierig und sie brauchen dringend Unterstützung.
Auf Plakaten, Anzeigen und in den sozialen Medien wurden praxisorientierte Tipps und Handlungsoptionen angeboten wie Nachbarn helfen können: Hängen Sie Flyer von Hilfsangeboten im Hausflur auf, sprechen Sie die betroffene Person an, wenn Sie sie alleine treffen. Unterbrechen Sie akute Konfliktsituationen, indem Sie klingeln und z.B. nach Mehl fragen. Wenn es bedrohlich wird, sollten Sie nicht zögern. Rufen Sie den polizeilichen Notruf unter 110.
Wir alle sind gefragt, genauer hinzuhören und Zivilcourage zu beweisen.

Wachsam sein
Wenn Sie das Gefühl haben, das ist nicht nur ein "normaler Streit" - ignorieren Sie dies nicht. Seien Sie aufmerksam. Sprechen Sie mit anderen Nachbar*innen darüber.

Informieren
Hängen Sie Flyer von Hilfsangeboten vor Ort im Hausflur auf. Oder drucken Sie Zettel mit www.hilfetelefon.de oder der Rufnummer des bundesweiten Hilfetelefons 080000 116 016, die Sie z. B. in Briefkästen werfen können.

Nachfragen
Sprechen Sie die betroffene Person an und fragen Sie vorichtig nach, ob alles in Ordnung ist. Bieten Sie Hilfe an (z.B. bei Arztbesuchen, Vermittlung zu Beratungsstellen). Wichtig ist, dass Sie allein mit der betroffenen Person sprechen. Lassen Sie sich nicht abschrecken, falls diese alles abstreitet.

Konflikt unterbrechen
Versuchen Sie, akute Konfliktsituationen zu unterbrechen. Klingeln Sie unter einem Vorwand und fragen z. B. nach Mehl oder Eiern. Wichtig: wenn Sie sich unsicher fühlen, rufen Sie lieber gleich die Polizei.

Polizei rufen
Wenn es nebenan bedrohlich wird, sollten Sie nicht zögern. Rufen Sie den polizeilichen Notruf unter 110. Ihr Anruf kann Leben retten. Die Kontaktaufnahme kann anonym erfolgen.

Nicht sicher?
Sie sind sich nicht sicher, wie Sie sich verhalten sollen? Rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen weiter:
Tel. 07441 520 30 70

Standpunkte | eine Ausstellung
Die Ausstellung „Standpunkte“ nimmt den Begriff wörtlich. Auf welchen Werte-Standards stehen wir? Welche Werte vertreten wir?
Menschen aus Politik und Öffentlichkeit wurden gebeten, sich Gedanken zu machen zum Thema Gewalt gegen Frauen. Diese Meinung sollten sie in einem prägnanten Satz ausdrücken und diesen auf ein Blatt Papier schreiben.
Auf dieses Blatt sollten sie nun stehen. Also symbolisch mit beiden Füßen auf ihre Meinung, ihr Statement stehen. „Dazu stehe ich!“ Diese Symbolik wurde fotografiert und diese Bilder werden nun ausgestellt.
Die Bilder wurden schon in verschiedenen Räumen in Freudenstadt ausgestellt. Durch die Unterstützung der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Freudenstadt, Silke Finkbeiner, wandern sie zur Zeit durch die Rathäuser des Landkreises.
Silvia und Gerhard Braun bürgen dabei für eine professionelle Aufhängung.
Filmvorführungen
Das Subiaco-Kino Freudenstadt bietet in Zusammenarbeit mit der FrauenHilfe immer wieder Filme zum Thema „Frauen in der Gesellschaft“ an.
Bitte beachten Sie hierfür die Tagespresse und das jeweilige Programm des Subiaco Kinos Freudenstadt sowie aktuelle Einträge auf unserer Website.


Dîner en Blanc
Jedes Jahr lädt die FrauenHilfe Freudenstadt zu einem Dîner en Blanc in den Kurgarten. Weiß gekleidete Menschen erleben mit selbst mitgebrachtem Essen einen fröhlichen Abend. Höhepunkte sind dabei Gerhards Musikquiz und das Wunderkerzen-Feuerwerk.
Diese Veranstaltung soll die FrauenHilfe noch bekannter machen. Sie soll Interesse wecken, Mitglieder werben und Spenden generieren.
